PERICLES 
 

     
        


FICHE N°12

 

 

 

WOHNEN IM SAARLÄNDISCH-LOTHRINGISCHEN

STEINKOHLEBECKEN

Didaktische Aspekte.

Siedlungen sind Zeugen von Landschaftswandel und -inwertsetzung. Unterschiedliche Siedlungsformen diesseits und jenseits der sich verchiebenden Grenze im saarländisch-lothringischen Revier geben Auskunft über die Geschichte dieses Raumes, über die wechselnden Herrschafts- und Besitzverhältnisse, aber auch über die industrielle Nutzung der Bodenschätze im saarländisch-lothringischen Kohlebecken. Auf ihrer Grunlage kam es ab 1850 zu einem ungeahnten Bevölkerungs- und Siedlungsboom in diesem vorher ländlich geprägten Raum. Da die Schichten des Kohlesattels in Lothringen tief under die Deckschichten des Buntsandsteins abtauchen, setzte dort die Erschliessung später ein als im nordöstlichen, saarländischen Teil des Sattels.

Die aus der ländlichen Umgebung, dann aber auch aus entfernteren Räumen zuströmenden Arbeiter wurden möglichst in der Nähe der Schächte untergebracht, zunächst in behelfsmässigen Schlafschuppen, aus Stein errichteten Schlafhäusern, schliesslich in Prämienhäusern, die mit finanzieller Unterstützung der Bergverwaltung privat als Einfamilienhäuser gebaut wurden, oft in Form von Kolonien. Die Vorgaben seitens des Gruben sorgten dafür, dass sich zeit- und ortsabhängige Prämienhaustypen herausbildeten, die bis zum 1. Weltkrieg die Siedlungstätigkeit im saarländischen Revier bestimmten und bis heute landschaftsprägend sind.

Im lothringischen Revier setzte die Siedlungstätigkeit erst in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts ein. Hier entstanden Werkswohnhäuser nach einheitlichem Plan, nicht nur für Beamte und Angestellte wie im Saarland, sondern auch für Bergarbeiter. Sie boten günstige Mietbedingungen und wurden in Form von Cités in enger Nachbarschaft zu den Kohlegruben erstellt, aber am Rande der alten Dorfkerne mit ihren Geschäftszentren. Nach dem Krieg baute man grosse Wohnblocks mitten ins Grüne. Ingenieure und Angestellte bekamen besondere Wohnungen zugewiesen. Diese neuen Siedlungen sind Schlafgemeinden für Gastarbeiterfamilien, die einheimische Bevölkerung zieht es vor, in den älteren Zentren zu bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kohle, Salz und Erz im Montandreieck
(nach Guglielmo, Lacoste, Orzouf)
 


Décrire la situation géographique du
Bassin Houiller.

Montrer que la frontière est une frontière artificielle.

Trouver les autres ressources minières dans la région Sarre-Lor-Lux.

 

 

 

 



 

           

Prämienhäuser

Als bis heute das Siedlungsbild des Saarkohlenwaldes prägendes Element hat sich das sog. Prämienhaus erwiesen. Das System, das zur Verbreitung dieses Haustyps im ganzen Montanrevier führte, wurde 1842 auf Vorschlag des preussischen Bergamtdirektors Sello ins Leben gerufen. Darin legte die Bergverwaltung Fördermassnahmen (Prämien, zinsgünstige Darlehen, Bereitstellung von Baugelände), Verordnungen (Genehmigung des Bauplanes durch das Oberbergamt, zu verwendendes Baumaterial, Parzellengrösse) und Einschränkungen (Siedlungsgrenzen, Forstschutzmassnahmen) fest. Der Begriff "Prämienhaus" erfasst also ursprünglich nur die siedlungspolitischen Vorstellungen der Bergverwaltung, keinen physiognomisch genau definierten Haustyp. Dennoch liessen die bis zum Ersten Weltkrieg immer wieder den jeweiligen bergbaulichen Erfordernissen angepassten Prämien- und Darlehensbedingungen eine zeitliche Abfolge von charakteristischen Hausformen entstehen. Am deutlichsten ist deren Entwicklung in den sog. Prämienhauskolonien zu verfolgen. Solche Kolonien wurden als geschlossene Siedlungskomplexe in der Nähe bestehender Schachtanlagen auf von der Bergverwaltung bereitgestelltem Gelände errichtet. So entstanden im Saarkohlenwald die Kolonien Heiligenwald, Elversberg, Buchenschachen, Altenkessel, Herrensohr und Seitersgräben. Letztere gehörte zur Grube Sulzbach-Altenwald.


Arbeiterbauernhaus (a)
und Prämienhäuser um 1850 (b), 1860-70 (c)
und nach 1890 (d).

 
Parler du plan de la colonie et de la physionomie des maisons.
  Der ursprüngliche Bebauungsplan zeigt, dass aus Platzersparnis und Kostengründen mit wenigen Ausnahmen nur Doppelhäuser vorgesehen waren, zwischen denen allerdings weite Lücken ausgespart blieben. Die Häuser grenzten mit ihrer Vorderseite direkt an die geplanten Wege, Vorgärten waren nicht vorhanden. Die ersten einstöckigen Häuser hatten einen Grundriss von etwa 9 x 8 m und enthielten zwei Stuben, eine Kammer sowie eine Küche, die gleichzeitig als Flur (Treppenaufgang zum Speicher) diente. Die Strassenseite wies drei kleine Fenster auf, daneben die sich direkt zur Küche öffnende Haustür. Bis 1866 waren in Seitersgräben 110 Hausbauten errichtet, und es standen keine weiteren Bauplätze mehr zur Verfügung.

 

 

Cité Hochwald, à Merlebach (1905).
  A u nord de Freyming-Merlebach s'étend la cité Hochwald, construite pour le personnel du puits Vouters. Les premières maisons qui sont les actuelles demeures des ingénieurs furent érigées en 1904. Puis un second lotissement sortit de terre lorsque le puits fut jugé exploitable. La première vague d'immigration fut d'origine paysanne lorraine, car la mine avait essentiellement besoin d'une population qui possédait un savoir-faire artisanal et rural (charpentiers, tonneliers…). L'extraction était confiée aux mineurs sarrois, riche d'une expérience industrielle qui remonte au XIXème siècle. En 1924 arrivèrent les Polonais, fuyant la misère de la Ruhr. L'essor du puits Vouters nécessita la venue d'une main-d'œuvre slovène et italienne en 1930 et en 1935.

  La spécificité de la cité est liée à sa volonté d'associer vie industrielle et vie agricole. Construites en moellons et en crépi, les constructions bénéficient d'une étonnante isolation et d'une résistance à toute épreuve face aux affaissements miniers. La cité respecte la tradition de la construction mosellane, qui veut que les maisons comportent toujours un étage. Seules la rue Longue et la rue du Nord ont deux étages, avec des toilettes au palier, ce qui était exceptionnel au début du XXe siècle dans l'habitat des cités ouvrières.

   
 
 

 

  La structuration de l'espace est liée à l'éloignement des logements par rapport aux puits de mine. La main-d'œuvre recrutée par les mines au milieu du XIXe siècle s'agglomère autour des premiers puits. Le chevalement y remplit la même fonction de rassemblement que le clocher du village rural.

 

AU PAYS DU CHARBON,
entre Rosselle et Nied. C.C.S.T.I. du bassin Houiller
- Conseil Régional de Lorraine 1991.

 

 

"Quand mon arrière grand-père est venu, il a laissé mon arrière grand-mère en Pologne. Lui n'avait pas de travail là-bas. Elle travaillait dans une ferme près de Cracovie. Il est venu en Allemagne, dans la Ruhr, il a bossé là-bas, puis il y a eu la première guerre mondiale. Il a fait le service pour les Allemands. Il est parti dans les mines de Sarre ensuite. C'était moins dur que dans la Ruhr. Ensuite l'arrière grand-mère est venue avec tous ses meubles en Allemagne. Ils ont vécu trois ans en Sarre. Puis, toujours seul, mon arrière grand-père est venu au Hochwald" (P. 24 ans).

Patrick Marchand: Etude sur l'habitat de la cité Hochwald.

 

      

Behren-lès-Forbach ist kaum eine Ausnahme. Es wurde Ende der fünfziger Jahre gebaut und zählte 1962 10486 Einwohner, 1975: 12015. Diese Siedlung, aus 3000 Wohnungen bestehend, wurde auf dem Muschelkalkplateau gebaut, abseits des alten Dorfes Behren, in der Nähe von Forbach. Die Bevölkerung stieg zu rasch an, um die Bildung einer Gemeinschaft zu erlauben. Die Cité, die eine politische Gemeinde ist, zählt über 50% Ausländer, die aber nicht am politischen Leben der Gemeinde teilnehmen dürfen.Die mediterranen Gastarbeiter überwiegen. Anstrengungen auf dem Gebiet des Schulwesens, des Dienstleistungsbereiches und der "Animation" haben einige Erfolge gezeigt. Aber diese neuen grossen Cités wirken wie Fremdkörper, als Aufnahmelager für Gastarbeiter im Vergleich zu den alten Cités und besonders zu den umliegenden alten Dörfern, von denen sie nicht weit entfernt liegen.

Aus dieser Zersiedlung erklärt sich die Anziehungskraft der saarländischen Metropole, auch bei den Gastarbeitern. Es ist bemerkenswert, dass aus den von den HBL gebauten Cités immer mehr Bewohner in das Saarland pendeln.

François Reitel, Krise und Zukunft des Montandreiecks Saar-Lor-Lux,

Frankfurt 1980.

   
   

 


Vue d'ensemble de la cité de Behren.
 
 

 

 

 

Décrire le site de la cité Hochwald.

 Décrire les maisons de la cité  Hochwald.

 Comparer les plans de la cité  Hochwald et de la cité de la Chapelle.

 Décrire les maisons de la cité de la  Chapelle.

 Parler des différentes vagues  d'immigration dans les bassins  houillers.

 Comparer la vue aérienne de la cité de  Behren et la carte topographique.

 Parler du mouvement transfrontalier.