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F I C H E  N°6

 
 
 


In der Stadt Luxemburg gibt es noch manche Spuren ihres mittelalterlichen Ursprungs.  Diese Überreste zu entdecken ist das Ziel dieser Wanderung.  Sie beginnt und endet am Clairefontaine-Platz.
1
Gegenüber der Mündung der Rue de la Congrégation in den Clairefontairne-Platz, links neben einem Restaurant, hinter der Terrasse des Restaurants, erkennst du einen Turm.

Dieser Turm gehörte zur Ringmauer aus dem 12. Jahrhundert.  Welche Form hat der Turm.  Kreuze die richtige Lösung an.

sechseckig      quadratisch   rund
 
2
Biege nun nach rechts in die Rue de l'Eau ein, danach, zwischen den Häusern 24 und 26 in die Rue de la Loge. 

Diese Strasse hiess früher Rue des Merciers (Krämergasse).  Warum hiess diese Strasse wohl Krämergasse ?  Kreuze die richtige Antwort an. 

Die Strasse wurde so gennant, um all der Leute zu gedenken, die Krämer (oder Kremer) hiessen und im Laufe der Geschichte in Luxemburg lebten.

 
  Der Name ist bereits so alt, dass man nicht mehr weiss, warum die Strasse so genannt wurde.
 

In dieser Strasse befanden sich mehrere Krämerläden.

Schätze die Breite der Strasse.  Vergleiche mit der Strasse, in der du wohnst.







 

Im Mittelalter war die Gasse nicht gepflastert.  Wie sah sie wohl aus ?  Wie wirkte sich ein kräftiger Regenguss aus ?











 
3
 Am Ende der Rue de la Loge gelangen wir auf einen kleinen Platz.  Das Eckhaus rechts, zwischen der Rue de la  Loge und der Rue Large, war früher die Herberge "beim Engel".  Sie befand sich ganz nahe am alten Marktplatz.  Weshalb war das eine gute Lage für eine Herberge ?

  Die Touristen wollten damals am Markt wohnen, dort war mehr los.

  Manche fremden Händler und auch Kunden, die zum Markt kamen, übernachteten hier.

       

     An den Markttagen kamen viele Besucher in die Herberge, weil sie Hunger und Durst hatten.
 
4

In der heutigen Rue Sigefroi erstreckte sich der erste Marktplatz der Stadt; im Mittelalter wurde er Altmarkt genannt.  Das war der Mittelpunkt der Stadt; an den Markttagen herrschte hier emsiges Treiben.  Kreuze die richtigen Sätze an.

Die Bauern boten ihre überschüssigen Produkte an.

Im Sommer verkaufte ein Eishändler Speiseeis an die Besucher.

Die Handwerker der Stadt verkauften ihre Produkte.

An einem Würstchenstand konnte man Thüringer und Pommes erstehen.

An einer Ecke des Marktes wurrde Vieh verkauft.

Spielleute sangen die aktuellsten Hits zu ihrer elektrischen Gitarre.

Fremde Kaufleute boten Waren aus fernen Ländern feil.

 
5
Gleich unterhalb des Marktplatzes erhebt sich die Sankt-Michaels-Kirche. Das war die erste Kirche der Stadt (987). Sie wurde wiederholt umgebaut und vergrössert. An der Fassade errinern noch einige Einzelheiten an die mittelalterliche Kirche. So bemerken wir unter und zwischen den zwei linken Kirchenfenstern mehrere kleinere Fensternischen. Diese stammen von der ersten, mittelalterlichen Kirche. Wie viele kleine Fenstermischen erkennst du?
  drei   fünf    sieben
 

Woran erkennst du, dass die Kirche früher mal viel kleiner war? Sie umfasste in etwa nur die linke Hälfte der heutigen Kirche.






 
6
Durch die Rue Wiltheim hinunter gelangen wir zu den Drei Türmen, einem Tor der Stadt. Dieses Tor wurde früher Räuberpforte genannt, darin befand sich nämlich das Gefängnis der Stadt. Der mittlere Turm ist der älteste; er gehörte zur Ringmauer aus dem 12. Jahrhundert. Welche Form hat er? Vergleiche mit dem Turm auf dem Clairefontaine-Platz.
  sechseckig      quadratisch   rund
  Die zwei seitlichen Türme wurden später errichtet. Welche Form haben sie?
  sechseckig      quadratisch     rund
 
7

Wir gehen nun den Boulevard Victor Thorn hinauf zum Bockfelsen. Hier liess Sigfrid im 10. Jarhundert eine erste Burganlage errichten. Weshalb wählte er gerade diese Stelle? Kreuze die richtige Antwort an.

Von hier aus hatte Sigfrid eine herrliche Aussicht.

Der Bockfelsen war leicht gegen Angreifer zu verteidigen.

Der Bockfelsen lag nahe bei der Stadt Luxemburg; da hatte es Sigfrid nicht weit, wenn er Einkäufe machen wollte.

 
8

Vom Bockfelsen aus hast du eine gute Aussicht auf die Ringmauer, die im 14. und 15. Jahrhundert erbaut wurde. In den letzten Jahren hat man diese Ringmauer neu errichtet. Weshalb hat man das getan?

Die Stadt Luxemburg möchte sich auch heute noch gegen ihre Feinde schützen.

Die Ringmauer soll uns zeigen, wie Luxemburg im Mittelalter aussah.

Durch die Ringmauer hofft man, mehr Touristen nach Luxemburg zu locken.

 
9
Wir gehen jetzt zurück, in Richtung St.-Michaels-Kirche und biegen nach links in die Rue de la Corniche ein. Von dort aus haben wir eine schöne Aussicht auf den Stadtteil Grund, der links im Tal liegt.
Eines der grösseren Gebäude im Grund ist das Naturhistorische Museum.  Diese Haus war mal ein Hospital.

Kreuze die richtigen Sätze an.

Ein Hospital wurde meist von einem geistlichen Orden geführt.

Im Operationssaal wurden Blinddarmoperationen durchgeführt.

Hier pflegte man die Armen und Kranken der Stadt.

Das Hospital diente als Altersheim.

Im Hospital kamen die Kinder zur Welt.

 
10

Über eine Treppe steigen wir in die darunterliegende Strasse, die Rue Large (Breedewee) hinunter. Wir gehen den Breedewee hinauf und kommen wieder zur Rue Sigefroi. Wir biegen nach links in die Rue de la Boucherie ein.

Welche Händler hatten wohl hier ihre Verkaufsstände aufgeschlagen?

                                                 

  Bäcker   Fleischer Fischändler
 
11
Wir beachten besonders das Haus gegenüber der Einmündung der Rue du Rost in die Rue de la Boucherie. 

An der Giebelseite erkennst du drei Bogen. Diese Bogen waren offen, dahinter befanden sich die Werkstatt und der Laden eines Handwerkers. Wie wurde der Laden geschlossen?

Die Öffnungen wurden nicht geschlossen, denn die Handwerker wollten die frische Luft geniessen.

Die Öffnungen wurden durch hölzerne Flügeltüren geschlossen.

Die Öffnungen waren durch Schaufensterscheiben verschlossen; dahinter stellte der Handwerker seine Produkte aus.

           
 
12

Am Ende der Rue de la Boucherie überquerst du die Rue du Marché-aux-Herbes (Krautmaart) und gehst weiter durch die Rue du Curé bis zur Rue du Fossé (Gruef). Erkläre den Namen der Strasse. Kreuze die richtige Antwort an.

Hier lief früher ein kleiner Bach, dessen Bett von den Einwohnern Gruef genannt wurde.

Diese Stelle war früher sumpfig, ein Graben sollte das Wasser ableiten.

Die Rue du Fossé veläuft in etwa dort, wo sich der Graben der Ringmauer aus dem l2. Jahrhundert befand.

13

Wir gehen nun die Rue du Fossé hinunter. Rechts sehen wir einen grossen Platz, die Place Guillaume II (Knuedler). An dieser Stelle stand das Kloster der Franziskanermönche. Woher stammt der Name Knuedler?

Zur Fastnachtszeit verkauften die Mönche Fastnachtsgebäck, das die Form eines Knotens hatte (Verwurelt Gedanken oder Knuet).

Die Franziskanermönche hielten ihre Kutte mit einem Seil zusammen, in dem Knoten waren.

Auf dem Knuedler wird heute der Markt abgehalten. Der Name stammt von einer bekannten Marktfrau, die "Knuedeler" genannt wurde.

Im Spätmittelalter waren hier Geschäftsleute angesiedelt, die sich auf die Herstellung von Knödeln spezialisiert hatten.

Damit ist die Wanderung durch das mittelalterliche Luxemburg zu Ende. Sie kann durch eine weitere Wanderung (Start auf dem Bockfelsen) fortgesetzt werden.

Dieser zweite Wanderweg führt an der wiederaufgebauten Ringmauer des l 4. Jahrhunderts vorbei. Er ist nach Wenzel benannt, der von 1351 bis 1383 Herzog von Luxemburg war.

 

 
Koordinierung, Satz und Gestaltung: Polygraphic Services lnternational
Fotos: Christof Weber, Luxembourg
©des Planes der Stadt Luxemburg:  Luxembourg  City Tourist Office
Herausgeber: Education nationale, Luxembourg/© 2001